Am 26. Februar 2026 wurde die Katharinenkirche in Stendal erneut zum Treffpunkt junger Forscherinnen und Forscher aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt. Insgesamt 64 Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentierten beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ ihre kreativen und innovativen Projekte in sieben verschiedenen Fachgebieten. Die Besucherinnen und Besucher sowie die Jury konnten dabei eindrucksvoll erleben, mit wie viel Engagement, wissenschaftlicher Neugier und Kreativität die Jugendlichen an aktuellen Fragestellungen arbeiten.
Die Vielfalt und Qualität der eingereichten Projekte machten der Jury die Entscheidung alles andere als leicht. In zahlreichen spannenden Präsentationen wurden innovative Ideen vorgestellt, die von technischen Entwicklungen über naturwissenschaftliche Untersuchungen bis hin zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen reichten.
Besonders erfolgreich war das Winckelmann-Gymnasium aus Stendal im Fachgebiet Arbeitswelt. Zoé Leider, Agnesa Berisha und Enie Knospe überzeugten mit ihrem Projekt
„Bessere Arbeitssicherheit und Ergonomie in der Gastronomie durch innovatives Kochgeschirr“ und erreichten damit den 1. Platz. Zusätzlich wurden sie mit dem Sonderpreis des Oberbürgermeisters ausgezeichnet.
Ausgangspunkt des Projekts waren familiäre Erfahrungen im Führen gastronomischer Einrichtungen. Ziel war es, typische Arbeitsschutzrisiken beim Einsatz traditionellen Kochgeschirrs zu reduzieren. Neben der Gefahr von Gewebeschäden durch Hitze untersuchten die Schülerinnen insbesondere Probleme beim Abgießen, beim Lagern von Deckeln sowie beim Heben schwerer Pfannen und Töpfe.
Die jungen Forscherinnen entwickelten doppelwandige Induktionstöpfe mit vollflächiger Thermoisolierung mittels Aerogel. Dadurch können Verbrühungen und Verbrennungen nahezu ausgeschlossen werden. Zudem erleichtert ein neuartiges Design der Verbindungsflächen zwischen Topf und Deckel das sichere Abgießen erheblich. Auch ergonomische Vorteile durch eine veränderte Griffgestaltung sowie die Möglichkeit, nicht aufgesetzte Deckel direkt am Topf zu lagern, konnten erfolgreich nachgewiesen werden. Während des Wettbewerbs präsentierten die Schülerinnen bereits funktionsfähige Prototypen, die neben den sicherheitstechnischen Vorteilen auch ökonomische und ökologische Potenziale aufzeigen.
Der Regionalwettbewerb wurde gemeinsam durch die Patenunternehmen Stadtwerke Stendal, die Kreissparkasse sowie das BIC organisiert. Ein besonderer Dank gilt außerdem allen regionalen Sponsoren und Unterstützern, die den Wettbewerb durch ihre finanzielle Förderung ermöglicht haben. Ohne dieses Engagement wäre die Durchführung einer solchen Veranstaltung zur Förderung junger Talente nicht möglich.
Der Wettbewerb zeigte erneut eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft, Kreativität und wissenschaftliches Interesse in der Region vorhanden sind. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen und wünschen den Siegerteams viel Erfolg auf den kommenden Wettbewerbsebenen.