IGZ BIC Altmark GmbH IGZ BIC Altmark - Innovations- und Gründerzentrum der Altmark

   KONTAKT  DRUCKEN  VERSENDEN
IGZ BIC Altmark GmbH Technologiepark Stendal

Standorthistorie  

IGZ BIC Altmark GmbH  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Historie des Standortes

Im Jahr 1991 wurde durch die Stadt Stendal die Errichtung eines Innovations- und Gründerzentrums für die Altmark initiiert. Ziel war es, die Prozesse des Strukturwandels in der Region als Folge der deutschen Wiedervereinigung positiv und aktiv zu beeinflussen.

Zur Unterbringung des Innovations- und Gründerzentrums entschied die Stadt, mit finanzieller Unterstützung aus dem PERIFRA-Programm der EG, eine ehemals durch die Sowjetarmee genutzte, hochproblematische Liegenschaft zum "Technologiepark Altmark" zu entwickeln.

Die gesamte Liegenschaft, das so genannte "Alte Lager" in der Arneburger Straße in Stendal, liegt nur einige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt. Es bestand aus fünf markanten, jeweils fünfstöckigen Gebäuden (Stahlbeton-Skelettbauten), die 1935/36 von der deutschen Wehrmacht als Speichergebäude / Proviantlager gebaut wurden.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges übernahmen die Siegermächte sofort große Teile der vorhandenen militärischen Liegenschaft der deutschen Wehrmacht zur Weiternutzung. So diente das "Alte Lager" als Versorgungsbasis für Teile der „Roten Armee“ in der ehemaligen DDR.

Mehr als 45 Jahre lang wurde diese Liegenschaft außerhalb jeglichen zivilen Rechts und oft unter Verzicht auf einfachste Vorkehrungen des Umweltschutzes militärisch genutzt. So wurde z.B. ein Keller in ein Tanklager für tausende Liter Speiseöl umfunktioniert, was zu einer Kontamination großer Teile des Gebäudes führte.

In Vorbereitung der Rückgabe der Liegenschaft durch die „Rote Armee“ wurde eine teilweise sehr „problematische Entsorgung“ von Sonderabfall betrieben. So erfolgte beispielsweise die Beseitigung großer Mengen von Trichlorethylen, einem hochgiftigem Lösungsmittel, das im Objekt zur Textilreinigung verwendet wurde, einfach in die Kanalisation und durch Verkippung ins Erdreich. Die Folge war eine großflächige Belastung des Grundwassers. Ein weiteres Beispiel ist die Kontamination des Bodens auf weiteren Teilen der Liegenschaft durch Verbrennung von Napalm.

Neben den erheblichen Umweltbelastungen bestand ein beträchtlicher Sanierungs- und Reparaturstau an den baulichen Anlagen.

Aus dem Gesamtkonzept des geplanten Technologieparks wurde, ausgehend von der beschriebenen Situation und unter Berücksichtigung des Erhalts der historischen, ortsprägenden Gebäudebildes, 1992 zunächst der Umbau des ersten Speichergebäudes, als zukünftiger Sitz des Innovations- und Gründerzentrums BIC Altmark, beschlossen.

Anfang Mai 1993 begann der Umbau des als Getreidespeicher konzipierten Baukörpers. Nach 10-monatiger Bauzeit konnte das Gebäude im Februar 1994 übergeben und vom zukünftigen Generalmieter, dem Innovations- und Gründerzentrum BIC Altmark, bezogen werden.

Mit Realisierung der Investition in Höhe von 5,9 Mio. DM an reinen Baukosten und der Schaffung von ca. 2.500 m² Büro- und Gewerberäumen bei ca. 15.000 cbm umbautem Raum, wurde der erste entscheidende Abschnitt des Projektes Technologiepark Altmark erfolgreich abgeschlossen.

Nach der Inbetriebnahme des 1. Bauabschnittes im Frühjahr 1994 war dessen Kapazitätsgrenze Ende des Jahres 1995 bereits erreicht. Weitere interessierte Unternehmen, die sich im BIC ansiedeln wollten, konnten deshalb nicht aufgenommen werden.

Daher wurde 1995 der Beschluss für den Ausbau eines zweiten, im rückwärtigen Bereich gelegenen Gebäudes.

Mit dem 2. Bauabschnitt sollten nunmehr auch erforderliche Werkstatt-, Labor- und Produktionsflächen geschaffen werden, die im Haus 1 nicht integriert werden konnten.

Im November 1996 wurde mit den Umbauarbeiten begonnen. Die Umsetzung dieses Vorhabens erwies sich bautechnisch als sehr anspruchsvoll.

So durften z.B. die notwendigen umfangreichen Betonsägearbeiten zu keiner Zeit die Standfestigkeit des Baukörpers gefährden. Im Wechsel mit dem Einbringen der Sägeschnitte mussten die neuen Geschossdecken, das neue Treppenhaus und diverse Aussteifungen eingebracht werden. Der gesamte Baukörper wurde schließlich im Keller- und Erdgeschoss abgestützt, um die beiden Produktionshallen im Kellerbereich durch Herausschneiden der Erdgeschossebene und diverser Stützen ausbilden zu können.

Nach Abschluss der Umbauarbeiten des zweiten Gebäudesim Januar 1998 standen dem Technologiepark weitere 1.600 m² Bürofläche, ca. 580 m² Produktionsflächen und zusätzliche Versammlungs- bzw. Seminarräume von 630 m² zur Verfügung.